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Warum die Identifikation wirtschaftlicher Eigentümer für AML-Compliance immer schwieriger wird

Die Frage, wer tatsächlich hinter einem Unternehmen steht, ist für viele Firmen heute zu einer echten Herausforderung geworden. Während die Identifikation der wirtschaftlich Berechtigten – sogenannter Beneficial Owners – früher oft vergleichsweise einfach war, hat sich die Situation in den letzten Jahren deutlich verändert. 

Unternehmen agieren zunehmend in komplexen Konzern- und Beteiligungsstrukturen. Holdinggesellschaften, Zweckgesellschaften, Treuhandkonstruktionen oder mehrstufige Beteiligungen können dazu führen, dass Eigentums- und Kontrollverhältnisse nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Genau diese Transparenz ist jedoch wesentlich, um Risiken im Zusammenhang mit Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und anderen Compliance-Verstößen frühzeitig zu erkennen. 

Warum wirtschaftliche Eigentümer im KYC-Prozess so wichtig sind 

Die Identifikation wirtschaftlicher Eigentümer ist ein zentraler Bestandteil von Know-Your-Customer-(KYC)-Prüfungen. Verpflichtete Unternehmen müssen nachvollziehen können, welche natürlichen Personen letztlich Kontrolle über eine Gesellschaft ausüben oder maßgeblich von ihr profitieren. Nur so lässt sich beurteilen, ob eine Geschäftsbeziehung mit erhöhten Risiken verbunden ist. 

In Österreich bildet unter anderem das Wirtschaftliche Eigentümer Registergesetz (WiEReG) eine wichtige Grundlage für diese Transparenz. In der Praxis reicht ein einzelner Registerauszug jedoch nicht immer aus, um komplexe Beteiligungsketten vollständig zu verstehen. Gerade bei verschachtelten Strukturen müssen Beteiligungen über mehrere Ebenen hinweg analysiert und rechnerisch nachvollzogen werden. 

AMLR: Neue Anforderungen erhöhen den Analyseaufwand 

Mit der neuen EU-Geldwäscheverordnung (AMLR) werden die Anforderungen an die Ermittlung wirtschaftlicher Eigentümer weiter harmonisiert und präzisiert. Besonders relevant ist dabei die Berücksichtigung mehrstufiger Beteiligungsstrukturen. Künftig muss genauer geprüft werden, welchen tatsächlichen Anteil eine Person über verschiedene Beteiligungen hinweg an einem Unternehmen hält.

Ein vereinfachtes Beispiel zeigt, warum dadurch auch Minderheitenbeteiligungen relevant werden können: Hält Person F jeweils 40 Prozent an vier Gesellschaften A, B, C und D, und halten diese Gesellschaften jeweils 16 Prozent an Zielgesellschaft Z, ergibt sich für F eine indirekte Beteiligung von 25,6 Prozent an Z (40 % × 16 % × 4). Damit kann F künftig als wirtschaftlicher Eigentümer relevant werden, obwohl keine einzelne direkte Beteiligung über 25 Prozent liegt. 

Für Compliance-Teams bedeutet das: Die reine Betrachtung einzelner direkter Anteilsverhältnisse reicht nicht mehr aus. Entscheidend ist eine nachvollziehbare Gesamtbetrachtung der Eigentums- und Kontrollstruktur. 

Manuelle Recherche wird zum Risiko 

Im Alltag führt diese Entwicklung dazu, dass Compliance-Verantwortliche viel Zeit in manuelle Recherchen investieren müssen. Informationen werden aus verschiedenen Quellen zusammengetragen, Beteiligungsketten geprüft und Ergebnisse händisch dokumentiert. Dieser Prozess ist zeitaufwendig und fehleranfällig. 

Bereits kleine Ungenauigkeiten können dazu führen, dass wirtschaftliche Eigentümer nicht korrekt erkannt oder Risiken falsch eingeschätzt werden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Dokumentation und Nachvollziehbarkeit, etwa im Rahmen interner Kontrollen, externer Prüfungen oder regulatorischer Audits.

Wirtschaftliche Eigentümer zuverlässig identifizieren – mit den KYC- und AML-Lösungen von CRIF

AML Info Check – die Basis für Transparenz

  • Der AML Info Check prüft, ob natürliche Personen politisch exponierte Personen (PEPs) sind oder ob Personen/Unternehmen sich auf den wichtigsten Finanzsanktionslisten befinden, um Sie bei der Geldwäscheprävention zu unterstützen. 

AML Guard – laufendes Monitoring von Risiken

  • AML Guard prüft Geschäftspartner gegen aktuelle Sanktions- und PEP-Listen und unterstützt die kontinuierliche Überwachung von Risiken – sowohl für Einzelabfragen als auch große Datenbestände.

Internationale Eigentümerstrukturen mit der CRIF-KYC-Lösung erkennen

  • Bei grenzüberschreitenden Beteiligungsketten greift CRIF auf internationale Datenquellen zurück, um Eigentümerstrukturen auch jenseits österreichischer Grenzen aufzulösen – ein entscheidender Faktor für Unternehmen mit internationalen Geschäftsbeziehungen.

Mehr Sicherheit bei KYC, AML und Compliance

Für Unternehmen in regulierten Bereichen – Finanzinstitute, Leasing-Gesellschaften, Versicherungen, Förderinstitute – wird die zuverlässige Identifikation wirtschaftlicher Eigentümer und die Einhaltung von AML-Vorgaben immer wichtiger. Wer Eigentums- und Kontrollverhältnisse frühzeitig versteht und systematisch gegen Risikodatenbanken prüft, kann Risiken besser einschätzen, Prüfprozesse effizienter gestalten und regulatorische Anforderungen zuverlässiger erfüllen.

Wer steht wirklich hinter einem Unternehmen?

Identifizieren Sie wirtschaftliche Eigentümer zuverlässig, reduzieren Sie manuelle Recherche und stärken Sie Ihre KYC- und AML-Compliance-Prozesse.