Risikoprognose
In Märkten, die von Unsicherheit und raschem Wandel geprägt sind, ist die Fähigkeit, Risiken vorherzusehen und zu managen, ein entscheidender Wettbewerbsvorteil
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Data evento 02 September 2026
Das war das Business Breakfast by CRIF am 2. September 2026
Business Breakfast by CRIF: Chancenmarkt CEE als Motor für nachhaltiges Wachstum
Am 2. September 2026 lud CRIF gemeinsam mit LEADERSNET Österreich zum Business Breakfast ins Audi House of Progress nach Wien. Unter dem Titel „Chancenmarkt CEE: Perspektiven für nachhaltiges Wachstum“ diskutierten hochrangige Expertinnen und Experten aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen in Österreich und Ostzentral-Europa sowie die Chancen, die sich für Unternehmen und Finanzdienstleister in einem herausfordernden Marktumfeld ergeben.
Die Rolle von Daten und Risikomanagement in einem dynamischen Marktumfeld
Nach der Begrüßung durch CRIF Geschäftsführerin Anca Eisner-Schwarz stand zunächst die Bedeutung datenbasierter Entscheidungen im Fokus. In einem Umfeld, das von wirtschaftlicher Unsicherheit, geopolitischen Spannungen und regulatorischen Veränderungen geprägt ist, gewinnen verlässliche Informationen und professionelles Risikomanagement zunehmend an Bedeutung. Moderne Daten- und Analyselösungen unterstützen Unternehmen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Wirtschaftliche Entwicklung in Österreich: Herausforderungen und Trends
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung gab CRIF Sales Director Finance Jürgen Krenn Einblicke in die aktuelle Situation der österreichischen Wirtschaft. Diskutiert wurden die Entwicklung der Unternehmens- und Privatinsolvenzen sowie die Auswirkungen von Inflation, steigenden Kosten und geopolitischen Unsicherheiten auf Unternehmen und Konsumenten. Basierend auf den quartalsweise von CRIF veröffentlichten Analysen zur wirtschaftlichen Entwicklung in Österreich zeigte er aktuelle Trends bei Firmen- und Privatinsolvenzen auf. Trotz erster Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung bleibt die Lage angespannt: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen verharrt auf hohem Niveau, während viele private Haushalte weiterhin unter finanziellem Druck stehen. Zusätzliche geopolitische Risiken verstärken die bestehenden Unsicherheiten für Unternehmen und Konsumenten.
CRIF Studie - Banking on Banks 2026: Wirtschaftliche Unsicherheit, Betrugsrisiken und die Rolle von Finanzdienstleistern
Ein weiterer Schwerpunkt waren die Erkenntnisse aus der aktuellen CRIF-Studie „Banking on Banks 2026“. Die Ergebnisse zeigen, dass wirtschaftliche Unsicherheit sowohl Konsument:innen als auch Unternehmen in Europa weiterhin stark beschäftigt. Ein Großteil der Bevölkerung blickt mit Sorge auf die eigene finanzielle Zukunft, während Unternehmen zunehmend mit steigenden Kosten und herausfordernden Marktbedingungen konfrontiert sind.
Darüber hinaus verdeutlicht die Studie den wachsenden Stellenwert von Sicherheit und Betrugsprävention. Besonders die Sorge vor KI-gestützten Betrugsformen hat deutlich zugenommen. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Banken und Finanzdienstleister, die nicht nur Finanzierungslösungen bereitstellen, sondern auch Orientierung, Schutz und Stabilität bieten sollen.
CCD II und neue Anforderungen an die Kreditvergabe
Auch die neue EU-Verbraucherkreditrichtlinie CCD II war Gegenstand der Diskussion. Die Richtlinie bringt strengere Anforderungen an Bonitätsprüfungen und Kreditvergabeprozesse mit sich und soll dazu beitragen, Überschuldungsrisiken zu reduzieren.
Diskutiert wurde dabei insbesondere die Herausforderung, den Schutz von Konsumentinnen und Konsumenten mit einem weiterhin fairen und effizienten Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten in Einklang zu bringen. Einigkeit bestand darin, dass moderne Datenlösungen und automatisierte Prozesse künftig eine noch größere Rolle bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen spielen werden.
Chancenmarkt CEE: Wachstumspotenziale in Zentral- und Osteuropa
Im Podiumsinterview mit CEO Michael Höllerer, Raiffeisen Bank International AG, richtete sich der Blick auf die wirtschaftlichen Perspektiven in Zentral- und Osteuropa. Trotz geopolitischer Herausforderungen wurde die Region als wichtiger Zukunftsmarkt mit erheblichen Wachstumspotenzialen beschrieben.
Besonders hervorgehoben wurden die Innovationskraft vieler CEE-Märkte, die zunehmende Digitalisierung sowie die Bedeutung langfristiger Investitionen für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Gleichzeitig wurde die Rolle Österreichs als Brücke zwischen West- und Osteuropa betont.
Networking und Austausch mit Entscheidungsträgern
Neben den fachlichen Impulsen bot das Business Breakfast ausreichend Raum für persönliche Gespräche und Networking. Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Branchen nutzten die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und aktuelle Herausforderungen zu diskutieren.