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Am 16. April 2026 lud CRIF zum Finance Business Breakfast und bot Entscheidungsträger:innen aus dem Finanz‑ und Kreditumfeld eine kompakte Plattform für fachlichen Austausch, praxisnahe Einblicke und persönliches Networking.
Nach der Begrüßung durch Jürgen Krenn, Finance Sales Director,(CRIF GmbH), stand vor allem die bevorstehende regulatorische und fachliche Weiterentwicklung im Konsumentenkreditbereich im Fokus.
Das neue Verbraucherkreditgesetz: Anforderungen und Auswirkungen
Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildete der Vortrag von Stefan Schilling, Senior Consultant (d-fine), zum neuen Verbraucherkreditrichtlinie 2026, das die EU‑Richtlinie (EU) 2023/2225 in österreichisches Recht umsetzt. Dabei wurden insbesondere die verschärften Anforderungen entlang des gesamten Kreditprozesses beleuchtet – von der erweiterten Kreditwürdigkeitsprüfung über strengere Informationspflichten bis hin zur Stärkung der Verbraucherrechte und neuen Governance‑Vorgaben. Die Teilnehmenden erhielten einen fundierten Überblick über die wesentlichen Änderungen sowie deren praktische Relevanz für Kreditgeber und datenverarbeitende Unternehmen.
Praktische Anwendungsfälle rund um die CCD2
Im Anschluss zeigten Stevan Tomic und Bernhard Venecek, Key Account Manager (CRIF Österreich), anhand konkreter Use Cases, wie sich regulatorische Anforderungen im Kreditvergabeprozess effizient umsetzen lassen. Im Mittelpunkt standen digitale Antragsstrecken, der Einsatz von Bonitäts- und Risikobewertungen, Open Banking sowie Monitoring‑Lösungen, die eine automatisierte, konsistente und auditierbare Entscheidungsfindung unterstützen.
Scheinfirmenverbindungen im Credit Check Consumer
Einen weiteren inhaltlichen Höhepunkt setzte Sabine Mayerhofer (CRIF Österreich) mit ihrem Vortrag zu Scheinfirmenverbindungen im Credit Check Consumer. Sie erläuterte, was unter einer Scheinfirma zu verstehen ist, welche typischen Merkmale bestehen und wie entsprechende Verbindungen im Rahmen der Bonitätsprüfung erkannt werden können. Anhand aktueller Zahlen und Daten wurde deutlich, welchen Mehrwert klare Hinweise auf Scheinfirmenverbindungen für das Risiko‑ und Kreditmanagement darstellen – insbesondere durch reduzierte manuelle Recherche und bessere Entscheidungsqualität.
Austausch beim gemeinsamen Frühstück
Zum Abschluss bot das gemeinsame Frühstück ausreichend Raum für intensives Networking, vertiefende Gespräche und den direkten Austausch zwischen Referent:innen und Teilnehmenden. In entspannter Atmosphäre wurden Erfahrungen geteilt, Fragestellungen diskutiert und neue Kontakte geknüpft.
Das CRIF Finance Business Breakfast hat damit einmal mehr gezeigt, wie wichtig der Dialog zwischen Regulierung, Praxis und Technologie ist – und wie wertvoll der persönliche Austausch für nachhaltige und zukunftsorientierte Lösungen im Kreditgeschäft bleibt.