Die Wirtschaft erholt sich und die Safety-Car Phase hat die befürchtete Insolvenzwelle verhindert.

18 Monate nach Ausbruch der COVID-19 Pandemie erholt sich die Wirtschaft allmählich von dieser Krise. Wir sehen die sich wieder positiv entwickelnde Wirtschaft

Laut Statista wurde in Österreich im 2. Quartal 2021 erstmals seit dem 3. Quartal 2020 ein Wachstum des BIP von 11,4 % gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichnet. Und Prognosen des IHS sagen ein BIP Wachstum dieses Jahr um 3,4 % voraus. Für 2022 erwartet das Institut für Höhere Studien ein noch stärkeres Wirtschaftswachstum von 4,5 %.

Ein weiterer Indikator ist die Erholung am heimischen Arbeitsmarkt. Nach dem Höchststand Dezember 2021 von über 460.000 Arbeitslosen in Österreich ist die Zahl auf rund 280.000 (Stand Juli 2021) gesunken und liegt mit 6,7% nur knapp über dem Vor-COVID Jahr 2019 mit 6,5% (Quelle: Statista 2021). So dramatisch der Wirtschaftseinbruch in den Corona-Monaten war, so rasch geht es jetzt wieder bergauf.

Das macht sich auch bei den Neugründungen bemerkbar, die in der ersten Jahreshälfte 2021 um fast ein Viertel (23,6%) gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind (Quelle: WKÖ)

Nach der aktuellen Insolvenzstatistik unseres Partners AKV wurden im 1. Halbjahr 2021 um 36,1% weniger Firmeninsolvenzen eröffnet als 2020. Verglichen mit dem Vor-COVID Jahr 2019 sind es um 54% weniger Verfahren. Auch unsere Auswertung bestätigt diese Entwicklung: Laut den aktuellsten Zahlen inkl. August 2020 gab es um 23,7% weniger eröffnete Verfahren als zum Vorjahr und 50 % zum Jahr 2019.

Jahresvergleich Insolvenzen 012019-082021

Der Rückgang der Insolvenzen ist begründet durch die staatlichen Hilfen, die nicht nur wirtschaftlich vitale Unternehmen in der COVID-19-Krise unterstützt haben, sondern auch Unternehmen, die COVID unabhängig in Schwierigkeiten geraten.

Nach Auslaufen der staatlichen Förderungen mit Ende Juni 2021, ist ein leichter Anstieg bei den Firmeninsolvenzen zu erkennen. Jedoch die von vielen prognostizierte Insolvenzwelle, die mit Auslaufen der Förderungen und den gebildeten Rückstau erwartet wurde, blieb bis jetzt aus. Grund ist eine Safety-Care Phase, die den Unternehmen Ratenvereinbarungen über einen Zeitraum von 36 Monate ermöglicht. Somit wird die Rückzahlung, der durch Stundungen angehäuften Schulden nicht zur Insolvenzfalle. Zudem besteht weiterhin die Möglichkeit Kurzarbeit anzumelden (Quelle: WKO). Dadurch haben Unternehmen die Möglichkeit Liquiditätsengpässe zu überbrücken.  AKV erwartet ein Angleichen an die Vor-COVID Verfahrenszahlen erst für das Jahr 2022.

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AKV Insolvenzstatistik 1. Halbjahr 2021 zum Download>>>

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