CRIF DACH Umfrage 2019: Betrug im Online-Handel nimmt weiter zu

CRIF Österreich – führender Anbieter von Business Informationen und datenbasierten Technologien – hat Online- und Versandhändler aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zu ihren Erfahrungen mit Betrug im E-Commerce befragt. Während in Österreich (54 %) und in Deutschland (73 %) die Mehrheit der Befragten findet, dass der Betrug im Online-Handel im Jahr 2018 gestiegen ist, sehen nur 46 % der Schweizer einen Anstieg.

Konkret waren den Umfrageergebnissen zufolge 87 % der österreichischen Onlineshop-Betreiber schon einmal mit einem Betrugsfall oder einem Betrugsversuch konfrontiert. Das sind um rund 8 Prozentpunkte mehr als noch im Jahr zuvor. In Deutschland und der Schweiz war das – ähnlich wie im Vorjahr – bei 97 % respektive 92 % der Befragten der Fall.

„Es gibt mittlerweile kaum noch Onlinehändler, die nicht schon finanzielle Einbußen durch organisierten Betrug hinnehmen mussten. Die Methoden der Betrüger werden dabei immer professioneller und schwerer zu durchschauen. Gerade deshalb sollten auf jeden Fall Präventionsmaßnahmen gesetzt werden“, empfiehlt Gerald Sebastian Eder, Head of Business Development E-Commerce.

Identitätsbetrug und Zahlungsunfähigkeit als häufigste Betrugsform

Laut den befragten österreichischen Online- und Versandhändlern waren alle von der Angabe verfälschter Namens- oder Adressdaten (100 %) betroffen. Auch die deutschen Händler haben mehrheitlich diese Erfahrung gemacht (97 %). An zweiter Stelle folgt der Identitätsdiebstahl: So waren 85 % der österreichischen Unternehmen bereits damit konfrontiert, dass sich ein Kunde als eine komplett andere reale Person ausgegeben hatte (Deutschland: 91 %, Schweiz: 67 %). Auch die Zahlungsunfähigkeit der Kunden – nämlich das Bestellen einer Ware, mit dem Bewusstsein die Rechnung nicht bezahlen zu können– stellt für viele Händler ein großes Problem dar: In Österreich nannten 77 % der Befragten diese Betrugsform, in Deutschland waren es 85 % und in der Schweiz sogar 89 %. Während in Österreich 38 % der Onlineshop-Betreiber angaben, mit Betrug durch fiktive Zahlungsdaten konfrontiert gewesen zu sein, waren es in Deutschland und der Schweiz nur jeweils 6 %.

E-Commerce Fraud Studie 2019 - Betrugsformen

Abb.1: Mit welchen Formen des Betrugs waren Sie konfrontiert?
(DACH-Daten aggregiert; Mehrfachnennungen möglich)

Schaden von über 10.000 Euro bei 46 % der österreichischen Online-Händler

Wirft man einen Blick auf die gesamte Schadenssumme, die in den letzten zwölf Monaten entstanden ist, so haben 46 % der heimischen Online-Händler einen Gesamtverlust zwischen 10.000 und 50.000 Euro eingebüßt (Deutschland: 31 %, Schweiz: 8 %). Bei 71 % der Schweizer Online-Händler betrug der Gesamtverlust in den letzten zwölf Monaten weniger als 5.000 Franken.

E-Commerce Fraud Studie 2019 - Verlustbetrag

Abb. 2: Wie hoch war der Verlust in den letzten 12 Monaten?

Dilemma manuelle Prüfung zur Betrugsvermeidung

87 % der befragten Online- und Versandhändler im DACH-Raum führen manuelle Maßnahmen zur Betrugserkennung durch. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter verdächtige Bestellungen manuell überprüfen. In Österreich setzen 86 % der Onlineshop-Betreiber auf diese Maßnahme. Gleichzeitig stellt aber die Vermeidung des manuellen Prüfungsaufwands für 60%  der heimischen Befragten eine große Herausforderung dar.

„Hier ist eindeutig ein Dilemma erkennbar. Die manuelle Überprüfung ist mit hohem zeitlichen und personellen Einsatz verbunden, weshalb es notwendig ist, auf automatisierte Prozesse umzustellen. CRIF versteht sich hier als Lösungsanbieter und hilft der E-Commerce Branche dabei, Kunden zu identifizieren und Betrugsversuche zu vermeiden. Dabei überprüfen wir die Bestellungen automatisiert auf Betrugsmuster, anhand definierter Fraud Features, wie etwa dem verwendeten Endgerät.“, so Eder.

 

Über die Studie

Die Befragung zum Thema „Betrug im Online-Handel“ wurde von CRIF im gesamten DACH-Raum durchgeführt. Befragt wurden rund 120 Online- und Versandhändler aus dem Kundenuniversum von CRIF in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Weitere aktuelle Beiträge