Österreichs Unternehmen eindeutig in heimischer Hand

Die Mehrheit der in Österreich angesiedelten Unternehmen hat österreichische Eigentümer – das geht aus einer aktuellen Erhebung der End-to-End Knowledge Company CRIF hervor.

Auch im heurigen Jahr hat CRIF alle in Österreich tätigen und im Firmenbuch eingetragenen Unternehmen analysiert und verglichen, wie viele ausschließlich in österreichischem und wie viele ausschließlich in ausländischem Besitz sind. Das Ergebnis ist eindeutig: Von rund 250.400 Unternehmen befinden sich 93 % in ausschließlich österreichischem Besitz. Sie erwirtschaften rund 69 % des Gesamtumsatzes aller hierzulande tätigen Firmen. Ca. 98 % davon sind KMU und EPU.

„Kleine und mittlere Betriebe, darunter auch viele Familienunternehmen, prägen die österreichische Wirtschaft und schaffen wertvolle Arbeitsplätze. Aufgrund ihrer kleinteiligen Strukturen sind sie für eine Übernahme durch internationale Konzerne meist weniger attraktiv als große Betriebe und bleiben daher größtenteils in heimischer Hand“, erklärt Boris Recsey, Geschäftsführer von CRIF Österreich.

Ausländische Eigentümer sind vornehmlich Deutsche

Im Gegensatz dazu sind 7 % der Unternehmen in ausschließlich ausländischem Besitz. Der von diesen Firmen verbuchte Umsatz ist mit rund 31 % aller in dieser Studie untersuchten Firmen vergleichsweise hoch. Die meisten dieser Firmen haben Eigentümer aus Deutschland (32 %), gefolgt von der Schweiz (9 %), Großbritannien (8 %) und den Niederlanden (7 %).

Abb. 1: Unternehmen mit ausländischen Eigentümern nach Herkunftsländern der Eigentümer

Wirft man einen Blick auf die österreichischen Bundesländer, so ist auffällig, dass hier die Eigentümer vor allem aus den angrenzenden Nachbarländern kommen. So gehören im Burgenland 40 % der Unternehmen mit ausländischen Eigentümern Ungarn und immerhin     9 % Slowaken. In Kärnten ist der Eigentümer bei 31 % der Firmen in ausländischem Besitz italienischer und bei 13 % slowenischer Herkunft. In Vorarlberg geben die Schweizer in 33 % der Betriebe mit ausländischen Eigentümern den Ton an, die Deutschen in 32 % und die Liechtensteiner in 14 %. In Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und der Steiermark kommt der Großteil der ausländischen Eigentümer aus Deutschland.

Handel mit höchstem Anteil an ausländischen Eigentümern

Im Rahmen der Erhebung hat CRIF auch die drei Branchen Produktion, Handel und Dienstleistung analysiert. Demnach sind die Unternehmen mit ausschließlich österreichischen Eigentümern vermehrt dem Dienstleistungssektor (26 %) und dem Handel (25 %) zuzuordnen – die Produktion (8 %) folgt mit deutlichem Abstand. Bei den Unternehmen in ausschließlich ausländischem Besitz liegt der Handel (39 %) deutlich auf Platz 1. Dahinter folgen der Bereich Dienstleistung (22%) und die Produktion (8%).

Abb. 2: Aufteilung der Unternehmen nach ausgewählten Branchen

Risikominimierung bei Auslandsgeschäften

„Europa wird immer vernetzter, das sieht man zum einen bei den Eigentümerverhältnissen, aber natürlich nehmen in einer globalisierten Welt auch grenzüberschreitende Handelsströme stark zu. Das birgt eine Vielzahl an Chancen, jedoch kann es aufgrund der erschwerten Informationsbeschaffung bei Auslandsgeschäften auch zu einem erhöhten Risiko kommen, wenn über den jeweiligen ausländischen Vertragspartner nicht genügend aktuelle und verlässliche Unternehmensinformationen vorliegen“, erklärt Recsey. Mit der Lösung für internationale Unternehmensauskünfte „SkyMinder“ schafft CRIF hier Abhilfe. „SkyMinder“ ermöglicht den Unternehmen einen schnellen Zugang zu den besten lokalen Anbietern von Kredit-, Finanz- und Wirtschaftsinformationen zu jedem gewünschten Unternehmen in über 230 Ländern weltweit.

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