(Post) Corona: Mit dem Onlinehandel nimmt der Onlinebetrug zu

Die Pandemie beschert dem boomenden E-Commerce einen Umsatzturbo. Dies hat leider auch zur Folge, dass der Betrug im Internet zunimmt.

Der Onlinehändler Amazon vermeldete im Corona-Lockdown eine Wertsteigerung von 100 Milliarden Dollar – innerhalb von zehn Tagen (Quelle: web.de vom 26.3.2020 https://web.de/magazine/wirtschaft/amazon-gewinner-coronakrise-10-milliarden-10-tagen-34548780 )! Dieses Extrembeispiel zeigt eine Tendenz, von der alle Onlineshops profitieren, egal, wie groß oder klein man als Unternehmen aufgestellt ist. Laut Handelsverband haben 14 Prozent der heimischen Klein- und Mittelbetriebe einen Webshop erstellt, weitere 24 Prozent haben den bestehenden ausgebaut. Der Aufforderung nach Social Distancing folgt die logische Konsequenz: Die Kundschaft verlagert das Einkaufen ins World Wide Web – wir alle berühren bei Ansteckungsgefahr lieber unser Smartphone oder die Computertastatur, um zu gustieren und gehen virtuell mit dem Warenkorb zur Kassa. Voilá – geraume Zeit später steht ein Paket vor unserer Tür. Sicherheit geht vor! Soweit, so großartig für alle Beteiligten.

„In Krisenzeiten steigt die Cyberkriminalität“

Doch wie ist es immer im Leben? Kein Vorteil ohne Nachteil. Deshalb muss man die Tatsache zur Kenntnis nehmen, dass mit dem Onlinehandel auch der Onlinebetrug zunimmt. „In Krisenzeiten steigt die Cyberkriminalität“ stellt Gerald Sebastian Eder vom Technologieanbieter CRIF fest. Der Head of Business Development E-Commerce und Experte für Fraud Prevention weiß, dass nicht nur Phishing-Attacken im privaten Bereich stark zunehmen, sondern auch der Betrug im E-Commerce. Je mehr Onlinedienste genützt werden, desto mehr Möglichkeiten gibt es für die sogenannten Fraudster, die sich mit Internetbetrug ihr eigenes gutes Geschäft sichern. Denn, so Eder, „sie schlagen aus der Krise Kapital und verursachen damit enorme Schäden“ – für die Betreiber von Onlineshops ebenso wie für deren Kundschaft. Denn Identitätsbetrug etwa ist nur eine Form des Betrugs im Internet, die beide Seiten betreffen kann. Eine beliebige Privatperson bekommt plötzlich eine Rechung für drei Laptops, die nie bestellt wurden und selbstverständlich nie hier ankommen (sondern beim Betrüger). Und der Händler ist die Ware los, die ihm nie bezahlt wird.

Sicherheit geht vor: Wie man Betrug im Internet bekämpft

Nicht nur, was die Pandemie betrifft, geht Sicherheit vor: Betrug im Internet kann man vermeiden. Wer sinnvoll in die Zukunft investiert und beim E-Commerce aufrüstet, tut als Unternehmen gut daran, seinen Onlineshop auch gut zuzusperren – so wie eben das echte Geschäftslokal auch abgesichert ist. Mit guten Schlössern und mehreren Überwachungskameras. Wie das im Internet funktioniert? Für die Betrugsbekämpfung gibt es heute technologische Lösungen, die im übertragenen Sinn die besten Alarmanlagen darstellen; damit es gar nicht erst zum Fraud – ein Sammelbegriff aus der Wirtschaftskriminalität für Betrug, Fälschung und Schwindel – kommt.

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