Zahlen auf Rechnung im Onlineshop: Umsatzboost und Gefahrenquelle

Hier die Ware – da das Geld: Diese altbekannte Reihenfolge ist der Kundschaft die liebste. Im Onlinehandel ist der angebotene Kauf auf Rechnung für Unternehmen aber oft eine „Bauchwehentscheidung“ .

Stellen Sie sich vor: Sie betreiben einen Onlineshop. Jemand bestellt zehn Laptops bei Ihnen. Sie freuen sich über den Auftrag, überprüfen jedoch den Käufer nicht, weil er Ihnen nicht verdächtig erscheint. Sie bieten Kauf auf Rechnung an und liefern die bestellten Laptops. Dann … wird nicht bezahlt. Sie schicken eine Mahnung. Dann wird es Ihnen zu bunt und Sie wenden sich an ein Inkassobüro. Und dann kommt heraus: Diesen Kunden gibt’s eigentlich gar nicht.

Via E-Commerce bequem einkaufen

Diese Geschichte ist leider Realität für viele Unternehmen, die bereits Opfer von Betrug im Internet geworden sind. Kauf auf Rechnung anzubieten, kommt den Kunden entgegen: Die meisten sehen gerne zuerst die Ware, bevor sie das Geldbörsel öffnen. Diese Zahlungsart zählt für 88 Prozent der DACH-Konsumenten zu den fünf beliebtesten Verfahren. Laut der ECC-Paymentstudie Vol. 23 2019 können Unternehmen ihren Umsatz steigern, wenn sie den bequemen Kauf auf Rechnung anbieten – und zwar um sagenhafte 36 Prozent! Die Conversion Rate ist ein unschlagbares Argument, schließlich soll aus möglichst vielen Website-Besuchern auch tatsächlich Käufer werden. Deshalb geht Gerald S. Eder, Head of Business Development eCommerce bei CRIF sogar so weit zu sagen: „Für mich stellt sich die Frage, ob man es sich leisten kann, Kauf auf Rechnung nicht anzubieten.“

Identitätsbetrug: verdächtige Bestellungen von Hand prüfen

Aus diesem Grund muss man den Kauf auf Rechnung sicher machen, um das Ausfallsrisiko zu minimieren und dem sogenannten Fraudster frühzeitig ein Bein zu stellen. Laut einer CRIF-Studie werden in 88 Prozent der Onlineshops verdächtige Bestellungen von Hand geprüft – ein unglaublicher personeller Aufwand. Hier auf IT-basierende Maßnahmen zurückgreifen zu können, ist ein Riesenvorteil. Der Technologieanbieter CRIF hat dafür Lösungen, die durch hohe Vernetzung und den Abgleich von Informationen potenzielle Betrüger entlarven können, noch bevor der Fraud  passiert. In Echtzeit werden die Kontaktdaten des Bestellers auf Echtheit geprüft: Gibt es den Namen? Die Adresse? Ist die Kombination dieser Daten real? Ergeben die umfassenden Prüfungen einen Verdacht auf Internetbetrug, gibt es keine Möglichkeit zum Kauf auf Rechnung – weil diese Option automatisch nicht angeboten wird. Diese Betrugsprävention kostet keine zusätzliche Mitarbeiter-Arbeitszeit – und vor allem: Kauf auf Rechnung anzubieten ist keine „Bauchwehentscheidung“ und Gefahrenquelle mehr, die nur Nerven und Geld kostet, sondern ein Umsatzboost für Ihr Unternehmen.

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